Wer (ver)steckt (sich) hinter der Kamera?
Hallo!
Ich bin Michael Schneider, Fotograf aus dem Raum Bad Kreuznach.
Die Fotografie begleitet mich schon fast mein ganzes Leben. Angefangen habe ich in einer Zeit, als Filme noch entwickelt werden mussten, Bilder erst Tage später sichtbar wurden und jede Aufnahme gut überlegt sein wollte. Es gab keine Displays zur Kontrolle, keine Speicherkarten mit Tausenden von Bildern und keine künstliche Intelligenz, die Fehler korrigierte.
Vielleicht hat mich genau das geprägt.
Fotografie ist für mich eine Form des Sehens.
Bis heute fasziniert mich nicht in erster Linie die Technik, sondern der Blick hinter dem Sucher. Die Fähigkeit, Licht zu sehen, Stimmungen wahrzunehmen und aus alltäglichen Momenten Bilder entstehen zu lassen, die berühren, Geschichten erzählen oder zum Nachdenken anregen.
Natürlich nutze ich heute moderne digitale Kameras und Bildbearbeitung. Doch für mich gilt noch immer: Ein gutes Bild entsteht nicht durch Technik allein, sondern durch Aufmerksamkeit, Erfahrung und den Menschen hinter der Kamera.
Als Stadtfotograf für Bad Kreuznach
Eine besondere Ehre war für mich die Tätigkeit als ehrenamtlicher Stadtfotograf der Stadt Bad Kreuznach in den Jahren 2024 und 2025.
In dieser Zeit durfte ich zahlreiche Veranstaltungen, Orte und Entwicklungen im Stadtgeschehen fotografisch dokumentieren. Dabei entstanden zahlreiche Bilder als fotografische Zeitdokumente einer Stadt im Wandel.
Besonders freut mich, dass viele dieser Aufnahmen dauerhaft im Haus der Stadtgeschichte Bad Kreuznach archiviert werden. Sie bleiben damit nicht nur Erinnerungen an Ereignisse und Menschen unserer Zeit, sondern stehen auch zukünftigen Generationen als fotografische Zeugnisse der Stadtgeschichte zur Verfügung.
Diese Aufgabe hat meinen Blick für die dokumentarische Fotografie weiter geschärft. Sie hat mir gezeigt, wie wichtig Bilder als visuelles Gedächtnis einer Zeit sein können, und welche Verantwortung damit verbunden ist.
Für mich war diese Tätigkeit weit mehr als ein fotografischer Auftrag. Sie war die Möglichkeit, einen kleinen Beitrag zur Bewahrung der Geschichte meiner Heimat zu leisten.
Fotografie als Leidenschaft
Fotografie ist für mich weit mehr als eine Tätigkeit oder ein Hobby.
Sie ist eine Möglichkeit, Menschen zu begegnen, Städte neu zu entdecken und die Welt bewusster wahrzunehmen. Sie lehrt Geduld, Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, das Besondere im Gewöhnlichen zu erkennen.
Genau diese Begeisterung möchte ich mit meinen Bildern, meinen Workshops und meinen Fotowalks weitergeben.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Bilder zu machen.
Es geht darum, Bilder zu schaffen, die bleiben.
